Über das Leben

Naturphilosophische Betrachtung des Universums

Der Begriff „Zeit“ definiert das Stattfinden von Veränderung innerhalb eines Raumes.

Einsteins Relativitätstheorie setzt die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum mit einer Naturkonstante gleich und definiert sie als schnellstmögliche Geschwindigkeit.

Informationen werden innerhalb des Universums über Energien, welche sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, übermittelt.

Das Eingehen von Interaktionen zwischen Materie und Energie definiert den Raum. Der Raum umfasst somit den gesamten Bereich in welchem Veränderungen stattfinden.

Je schneller sich Materie in Bezug zur Lichtgeschwindigkeit bewegt, desto weniger Veränderungen (Interaktionen mit Energie) kann sie eingehen.

Bei Lichtgeschwindigkeit sind keine Veränderungen des Raumes mehr wahrnehmbar, da sich die gesamten Informationen ebenfalls nur mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen können und es somit zu einem Stillstand kommt. Raum und Zeit sind nicht mehr existent. Erst wenn Energie durch Interaktion mit anderer Strahlung oder Materie verlangsamt wird, entstehen die Dimensionen von Raum und Zeit.

Ohne Raum und Zeit gibt es weder Anfang noch Ende. Dieses Nichts bildet die allumfassende Konstante des Universums. Raum und Zeit sind relativ und nur für uns Menschen existent, da wir uns langsamer fortbewegen (< Lichtgeschwindigkeit) als die Energie.

Das Ich ist Teil dieses N-ICH-TS und diese Betrachtung führt auch zu einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Der Mensch braucht demnach keine Angst vor seiner Zukunft und vor dem Tod zu haben, denn schlussendlich bestehen weder Raum noch Zeit. Es gilt das Leben zu schätzen und seine Einzigartigkeit zu genießen.

 

Das Ich und die Menschen

Warum bin ich „Ich” und nicht jemand anderes und warum lebe ich zu dieser bestimmten Zeit?

Die Welt existiert nur aus der eigenen Perspektive, da die Wahrnehmung erst durch unsere eigenen ganz spezifischen, individuellen Sinne überhaupt ermöglicht wird.
Demnach kann das Ich auch nur einer einzigen Person zugeordnet werden.
Das Wahrgenommene existiert nur dank des eigenen Ichs als Teil der jetzigen Zeit/Realität.

Standing on the shoulders of giants

Alles was wir machen, beruht auf den Veränderungen/Erfolgen/Errungenschaften anderer Menschen bzw. dem Auftreten spezifischer Ereignisse. Somit baut unser Tun/unser Leben auf dem Weiterführen vorheriger Leistungen auf und wir tragen mit unserer Arbeit zur weiteren Veränderung der Welt bei.

Erfindungen die wir heutzutage mithilfe der bereits bestehenden Technologie erschaffen können, wären in der Vergangenheit nicht möglich gewesen. Für den einzelnen Menschen besteht nicht die Möglichkeit die gesamten Innovationen der Menschheit alleine zu erschaffen, denn er ist auf die Zusammenarbeit und eine generationsübergreifende Weiterführung der Errungenschaften angewiesen.
Veränderung bedeutet Zeitaufwand und der einzelne Mensch hat nur eine begrenzte Zeit, die er während seines Lebens in Anspruch nehmen kann.

Je nachdem wo man lebt, ist man als einzelner Mensch unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt und wird in seinem Denken beeinflusst. Spezifische Interessen werden geweckt und bestimmen den weiteren Werdegang des Lebens (Berufswahl, soziale Kontakte, persönliche Prioritäten,…). Folglich werden auch mögliche Veränderungen bzw. Innovationen, die der Mensch während seines Lebens erreichen könnte, durch die Umwelt beeinflusst.

 

Existiert Gott?

Gott kann per definitionem als ein allmächtiges Wesen angesehen werden.

Menschen nehmen ihre Umwelt mit ihren Sinnen wahr und interpretieren sie.

Raum und Zeit entstehen durch das Vorhandensein unterschiedlicher Objekte mit jeweils verschiedenen Geschwindigkeiten innerhalb eines Raum-Zeit-Kontinuums; durch Aufnahme der Informationen ausgehend von diesen Objekten durch den Menschen bildet sich das Universum.

Je schneller sich ein Mensch fortbewegt, desto weniger Informationen kann er von sich langsamer bewegenden Objekten aufnehmen; das Raum-Zeit-Kontinuum zieht sich zusammen und enthält demnach bei höherer Geschwindigkeit weniger Informationen.

Beim Erreichen der schnellstmöglichen Geschwindigkeit entsteht ein Zustand in dem Raum und Zeit nicht mehr existieren, da keine neuen Informationen mehr aufgenommen werden können; dieser Zustand wird bei Lichtgeschwindigkeit erreicht; nichts kann sich schneller bewegen als reine Energie.

Somit besteht ein Zustand in dem weder Raum noch Zeit existieren; dennoch hat die reine Energie, in Form von Licht / Wärme / Strahlung einen Einfluss auf unser Leben; da Gott jedoch diesen Zustand nicht erreichen kann, da er selbst hier nicht mehr existieren würde und in diesem Zustand keine Informationen mehr verarbeiten könnte um den Menschen zu helfen, hat Gott keinen Einfluss / keine Macht über diesen Zustand.

Dementsprechend ist Gott nicht allmächtig.

Folglich kann die Existenz eines allmächtigen, göttlichen Wesens widerlegt werden.

 

Jean-Marc Hoffmann, 01.01.2018